Kanban


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Kanban ist eine effektive Methode des agilen Aufgabenmanagements um Engpässe zu vermeiden

Hintergrund

Kanban ist ursprünglich eine Produktionsprozesssteuerung-Methode, die der japanische Autohersteller Toyota in den 1950er Jahren entwickelte. Ziel dieses Planungssystem ist es, jede Fertigungs-/Produktionsstufe optimal zu steuern. Das Wort "Kanban" stammt ebenfalls aus dem Japanischen und heißt soviel wie Signalkarte.

Dabei wird ein großes Augenmerk auf die Vermeidung von Engpässen gelegt, die den Produktionsprozess verlangsamen könnten. Ziel ist es, schnellere Durchlaufzeiten zu erreichen.

Im Lauf der Zeit wurde Kanban ein effizientes Werkzeug in einer Vielzahl von Produktionssystemen.

Kanban im Projektmanagement

David Anderson hat das Konzept 2007 auf die IT übertragen und Kanban so als schnelle und effiziente Methode des Aufgabenmanagements auch im Projektmanagement eingeführt.

Kanban hilft dabei, den Fluss der Arbeit zu visualisieren. Im klassischen Modell gibt es drei Spalten:

  • Nicht begonnen (To Do): In die Spalte ganz links werden die Aufgaben eingeordnet, die noch nicht begonnene Tätigkeiten bezeichnen.
  • In Bearbeitung (In Progress): Wird mit der Bearbeitung einer Aufgabe begonnen, so wird sie in die mittlere Spalte verschoben.
  • Erledigt (Done): Sobald die Aufgabe erledigt ist, wandert sie in die rechte Spalte mit den erledigten Arbeitspaketen.

InLoox Feature: Agile task management with Kanban boards

Grafik: Klassisches Kanban-Board mit den drei Spalten "Nicht begonnen", "In Bearbeitung", "Erledigt" 

David Anderson empfiehlt, die Menge an Aufgaben, an denen parallel gearbeitet wird, zu begrenzen. Die Anzahl der Aufgabenkarten, die sich eine „Station“ (meist ein Mitarbeiter, eine Abteilung oder ein Team) ziehen darf, wird also limitiert. Dabei entsteht ein Pull-System, d.h. jede Arbeitsstation zieht sich aktiv eine neue Aufgabe aus dem Aufgabenpool, wenn die vorherige abgeschlossen ist. Die Kapazität der einzelnen Stationen muss dazu aber vorab festgelegt werden, denn meist liegen mehr Aufgaben an, als das Team zeitgleich bewältigen kann. Das System baut also auf eine konsequente Priorisierung beim Abarbeiten von Aufgaben und soll so schlank und agil bleiben.

Zwangsläufig entstehen Flaschenhälse bzw. Engpassstellen, an denen sich die Arbeit staut (erkennbar an einer größeren Menge von Kanban-Karten bei einer Person oder einem Teilprojektteam). Diese Stellen zeigen Optimierungspotenzial im System auf: Sie erfordern zusätzliche Ressourcen oder aber eine Umschichtung von Aufgaben.

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