Nachforderungsmanagement


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Das Nachforderungsmanagement ist im Projektgeschäft ein Instrumentarium sowohl für den Auftraggeber als auch für den Auftragnehmer. Es bedeutet die Summe aller Maßnahmen, um berechtigte Forderungen durchzusetzen und unberechtigte Fremdforderungen abzuwehren. Dabei werden die nach dem Vertragsabschluss entstehenden Abweichungen bzw. Änderungen im Projektverlauf in ihren wirtschaftlichen Folgen geklärt. Diese Änderungen können unterschiedliche negative Konsequenzen nach sich ziehen. Es können entweder Zeitverzögerungen, höhere Kosten oder Veränderungen der ursprünglichen Leistungen, z. B. im technischen Bereich, entstehen. Um festzustellen, wer diese Konsequenzen tragen und wie man es regeln soll, wird das Nachforderungsmanagement eingesetzt.

Das Nachforderungsmanagement beinhaltet die Prozesse und Regeln für das Sammeln, Sichern und die Durchführung von Nachforderungen, die aus Vertragsabweichungen oder -änderungen hervorgerufen wurden. Deswegen hat es große Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Projekts. Man unterscheidet zwei Arten von Nachforderungen bzw. Claims:

  •  Eigen-Claims - die Durchsetzung eigener Ansprüche gegenüber Dritten;
  •  Fremd-Claims - die Verhinderung von Ansprüchen Dritter an das eigene Unternehmen.

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