So finden Sie die richtige Idee: Die vier Regeln des Brainstormings

Annalena Simonis, Donnerstag, 09. September 2021 | Lesedauer: 4 min.

Brainstorming ist der Klassiker unter den kreativen Methoden, um auf gute Ideen zu kommen. Doch anstatt auf einen plötzlichen Geistesblitz zu warten, gibt es einige Regeln, die Sie besonders in einer Gruppe beachten sollten. Erfahren Sie mehr über die vier Grundregeln des Brainstormings.

Wussten Sie, dass sich das Wort Brainstorming von der Redewendung " using the brain to storm a problem" ableitet? Ziel ist es, durch intensives kreatives Denken eine optimale Lösung für ein Problem zu finden - und das am besten gemeinsam in einer Gruppe. Heute gehört das Brainstorming zu den klassischen Kreativitätstechniken. Ob im Meeting oder bei der Planung einer privaten Geburtstagsfeier - Brainstorming findet in allen Lebensbereichen statt und existiert bereits in vielen verschiedenen Ausführungen und Varianten. Damit die Kreativmethode nicht zum Zeitfresser wird, ist es wichtig, ein paar Regeln zu beachten. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie achten müssen.

 

1. Jede Idee ist eine gute Idee

Die erste Regel ist gleich eine der wichtigsten. Beim Brainstorming gibt es keinen Platz für Kritik. Für ein optimales Endergebnis ist es wichtig, dass sich jeder in der Gruppe wohlfühlt und keine Hemmungen oder Scham hat, seine Ideen zu teilen. Während des Prozesses gibt es also keine Bewertung der Ideen oder Einwürfe anderer Teilnehmer. Dies gilt sowohl verbal als auch nonverbal. Sätze wie "Das macht doch jetzt keinen Sinn." oder "Das lässt sich niemals umsetzen." bremsen den kreativen Fluss der Gruppe. Beim Brainstorming ist es erlaubt, in alle Richtungen zu denken. Diskussionen finden auch erst hinterher in der Evaluation statt, sind aber während der Brainstorming-Phase untersagt. Achten Sie darauf, die richtige Atmosphäre zu schaffen, sonst bleiben viele Ideen unausgesprochen, darunter vielleicht sogar die besten.

 

2. Quantität statt Qualität

Die zweite Regel knüpft dort an, wo die erste Regel aufgehört hat. Wie bereits erwähnt, geht es in der Phase der Ideenfindung zunächst darum, in alle Richtungen zu denken. Auch wenn ein Geistesblitz zunächst abwegig erscheint, kann er im weiteren Verlauf des Brainstorming-Prozesses weitere Denkanstöße liefern. Je mehr Ideen anfangs aufkommen, desto besser. Auch wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Idee sinnvoll oder angemessen ist, werfen Sie sie erst einmal in den Raum. Um Durcheinander zu vermeiden und sicherzustellen, dass kein Vorschlag vergessen wird, sollten alle Beiträge sofort visuell festgehalten werden, zum Beispiel in Form von Mindmaps.

 

3. Kein Urheberrecht

Ein wichtiges Element des Brainstormings ist die Gruppe. Je vielfältiger die Teilnehmer sind, desto vielfältiger sind auch die Ideen, die dabei herauskommen. Jeder geht mit unterschiedlichen Ideen, Assoziationen und Einstellungen in das Brainstorming. Und genau das ist es, was eine gute Ideensammlung ausmacht. Wo der Horizont des einen begrenzt ist, fängt das kreative Denken des anderen erst an. Es ist wichtig, miteinander und nicht gegeneinander zu arbeiten, denn das Ziel ist es, im Team die beste Lösung zu finden. Setzen Sie daher auf die Schwarmintelligenz Ihrer Gruppe. Das Weiterspinnen der Ideen anderer ist nicht nur erwünscht, sondern auch ein wichtiger Aspekt des Brainstormings. Das Ego des Einzelnen muss dabei zurückgestellt werden, auch wenn dies am Ende bedeuten kann, dass Ihre Idee als Erfolg der Gruppe gewertet wird.

 

4. Gute Moderation ist das A und O

Obwohl wir in Regel Nummer 2 beschrieben haben, wie wichtig es ist, in alle möglichen Richtungen und auch mal um die Ecke zu denken, darf man sich nicht verlaufen und in gedanklichen Labyrinthen verirren. Das beginnt schon bei der Ausgangsfrage. Was ist das Ziel dieses Brainstormings? Welche Lösung streben wir an? Welches Problem wollen wir lösen? Wählen Sie daher einen Moderator für Ihr Brainstorming, der die Gruppe leitet und gegebenenfalls wieder auf den richtigen Weg bringt. Der Moderator hat auch die Aufgabe, alle Ideen für die Gruppe visuell zu sammeln und bestimmt auch, wann der Prozess des kreativen Brainstormings abgeschlossen ist.


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