Burnout: Zu viel Arbeit macht krank!

Die Mitarbeiter selber sind nicht schuld, wenn sie ein Burnout erleiden. Zu viel Stress, oftmals als Folge einer schwachen Unternehmenskultur, ist meistens verantwortlich dafür. Die Mitarbeiter bekommen zu viel Druck von oben und zu viele Aufgaben übertragen, um sie alle an einem Tag zu erledigen. Teils entwickeln Sie auch zu viel Ehrgeiz, da sie sich mit ihren Kollegen in Konkurrenz sehen und danach streben immer bessere Leistungen zu erbringen. Aber auch das Arbeitsumfeld beeinflusst das Wohlergehen der Mitarbeiter. Häufige Unterbrechungen durch Telefonate oder ein zu hoher Lautstärkepegel am Arbeitsplatz führen zu Stress und machen krank. Fehlende Anerkennung der Leistung und kaum Wertschätzung im Job sind auch häufige Gründe für Burnouts.
Häufig werden Anzeichen von Burnouts ignoriert und somit auch keine Maßnahmen getroffen um einen Ausbruch zu verhindern.

Was ist ein Burnout?

Ein Burnout ist ein Gesundheitszustand, der sich sowohl physisch, als auch psychisch auf einen Menschen auswirkt. Das Burnout entwickelt sich über einen längeren Zeitraum hinweg. Man befindet in einem Zustand der emotionalen, körperlichen und geistigen Erschöpfung, der meist in einem Nervenzusammenbruch übergeht. Typische Symptome sind Erschöpfung, Lustlosigkeit, Schlafstörungen und der Verlust der Arbeitsmotivation.

5 Tipps zur Prävention

Hier sind 5 Tipps, wie Sie ein Burnout vorbeugen können.

Gleichgewicht zwischen Arbeit und Entspannung finden

Vermeiden Sie es, nach Arbeitsende oder am Wochenende noch zu arbeiten. Bauen Sie Stress ab und versuchen Sie sich zu entspannen, indem Sie beispielsweise Ausdauersport oder Yoga treiben. Auch zu wenig Schlaf führt dazu, dass die Leistungsfähigkeit und die Konzentration sinkt. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie genügend Schlaf bekommen und einen gesunden Schlafrhythmus entwickeln und beibehalten.

Identifikation und Bewältigung der Stressquellen

Nur wenn Sie ihre persönlichen Stressquellen kennen, können Sie diese eliminieren. Schreiben Sie sich Situationen auf, in denen Sie sich besonders gestresst gefühlt haben und versuchen Sie Lösungen zu finden, um diese zu reduzieren. Seien Sie sich aber bewusst, dass es kein Stresslevel von 0 gibt.

Ziele setzen

Verlieren Sie Ihre Ziele nicht aus den Augen. Setzen Sie sich realisierbare kurz- und langfristige Ziele. Auf diese Art und Weise können Sie sich motivieren und eine Strategie entwickeln, um diese Ziele zu erreichen. Hier hilft zum Beispiel die „Smart“-Regel.

Lernen Nein zu sagen

Sagen Sie nicht zu allem „Ja“.  Erledigen Sie ihre eigenen Aufgaben gewissenhaft. Es ist zwar sehr vorbildhaft Kollegen unter die Arme zu greifen, aber kennen Sie ihre Grenzen und sagen Sie auch mal „Ich würde gerne helfen. Ich habe aber gerade selber viel zu tun.“. Somit sparen Sie Energie und haben mehr Zeit für sich zur Verfügung.

Prävention durch ein effektives Zeitmanagement

Regeln Sie ihren Tagesablauf, z.B. mit Hilfe des Pareto-Prinzips oder der Alpen-Methode. Hierdurch wird Ihre Produktivität verbessert und Sie erreichen Ihre Ziele besser. Das führt zu Erfolgserlebnissen und einer Steigerung der Motivation.

 

 

Was ist ihre Rolle als Führungskraft?

Schauen Sie hin! Sie haben die Rolle des „Beschützers“, also einer Art Wächter über die Mitarbeiter. Achten Sie auf Anzeichen von Burnouts und sprechen Sie Ihre Mitarbeiter frühzeitig darauf an. Zeigen Sie Verständnis und nehmen Sie Rücksicht auf den betroffenen Mitarbeiter. Bieten Sie dem Mitarbeiter Unterstützung, zum Beispiel in Form von unbezahlten Urlaub oder flexibleren Arbeitszeiten an. Auch die Möglichkeit professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, zeigt dem Mitarbeiter, dass er Ihre volle Unterstützung hat. In der folgenden Infografik, sehen Sie Ihre Aufgaben nochmal in Form des „HILFE-Konzepts“ dargestellt.

Infografik: Das HILFE-Konzept

Selbsttest:

Testen Sie für sich selbst, inwieweit die folgenden Zitate auf Sie zutreffen und treffen Sie demensprechende Maßnahmen:

  1. Meine Arbeit ist für mich nur noch Routine, ich habe keinen persönlichen Bezug dazu.
  2. Es fällt mir immer schwerer, mich bei der Arbeit auf andere Menschen einzustellen.
  3. Ich fühle mich häufig müde oder ausgelaugt.
  4. Es fällt mir schwer, mich zu meiner Arbeit aufzuraffen.
  5. Ich bin oft gereizt.
  6. Ich erhalte kaum positive Rückmeldungen über meine Arbeitsleistung.
  7. Ich zweifele häufig daran, ob meine Arbeit sinnvoll ist.
  8. Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr mache und trotzdem immer weniger bewältige.

Hier finden Sie den vollständigen Burnout-Test.