Projekt der Superlative: Die Wiesn

Seit letzten Samstag ist München wieder im Ausnahmezustand. Die Wiesn, das größte Volksfest der Welt, hat begonnen. Gut zwei Wochen lang – vom 17. September bis zum 03. Oktober – strömen wieder Millionen Besucher in Dirndl und Lederhosn in Richtung Theresienwiese. Mit diesen enormen Besucherzahlen ist der jährliche Event ein Projekt der Superlative. Doch wie wird das Oktoberfest eigentlich geplant? Und wer ist beteiligt? Wir liefern einen kurzen Blick hinter die Kulissen. 

Die Wiesn in Zahlen

Infografik: Die Wiesn in Zahlen

Share this Image On Your Site

 

Projekt Wiesn – So wird’s geplant

Hinter diesen Zahlen steht ein enormer Planungs- und Koordinationsaufwand. Lassen Sie uns einen kurzen Blick hinter die spannenden Kulissen des Großprojekt Wiesn werfen.

Wer organisiert die Wiesn?

Die Landeshauptstadt München ist der Veranstalter des Oktoberfests. Dabei ist das Referat für Arbeit und Wirtschaft für die komplette Organisation zuständig. Das Wiesn-Projektteam besteht aus insgesamt acht Personen, die ab Ende Juli durch neun Mitarbeiter des Oktoberfest-Bauhofs unterstützt werden. Das Team des Oktoberfest-Bauhofs ist verantwortlich für das Ausmessen der Standplätze, den Aufbau der Stände und Toiletten und für Instandhaltungsarbeiten während dem Fest.

Das Servicezentrum Theresienwiese (SZT) als Operationszentrale

Die Operationszentrale für das Oktoberfest liegt seit 2004 hinter dem Schottenhamel-Festzelt, also direkt an der Theresienwiese. Im Servicezentrum hat die Stabstelle Veranstaltungen des Referats für Arbeit und Wirtschaft ganzjährig ihren Sitz.

Während dem Oktoberfest operieren die Festleitung, die Wiesn-Wache, die Sanitätsstation, die Kinderfundstelle und die Wiesn-Pressestelle vom SZT aus. Zusätzlich stellt ein Bereitschaftsdienst der Stadtwerke München (SWM) die Energie- und Wasserversorgung sicher.

Koordinationsaufwand - Sicherheit auf der Wiesn

Wie bei jeder anderen Großveranstaltung auch, ist ein Sicherheitskonzept natürlich ein Muss. Gerade vor dem Hintergrund der Ereignisse dieses Jahres wird auf der diesjährigen Wiesn ein verschärftes Konzept zum Einsatz kommen. Damit steigt der Koordinationsaufwand, sowohl für die Polizei, als auch für das Wiesn-Projektteam enorm.

Die Polizei hat 600 Beamte im Einsatz auf der Wiesn. Das sind 100 Beamte mehr als letztes Jahr. Zudem steigt die Zahl der Überwachungskameras von 19 auf 29. Außerdem gilt dieses Jahr zum ersten Mal ein Verbot zur Mitnahmen von Rücksäcken und großen Taschen. Dies bedeutet, dass zusätzlich an 14 Eingängen auf das Festgelände entsprechende Kontrollen organisiert und durchgeführt werden müssen. Dafür hat die Stadt München 450 Ordner angestellt.

Die Festzüge zur Eröffnung der Wiesn

Doch nicht nur die Wiesn an sich muss organisiert werden. Auch Höhepunkte, wie die Festzüge zur Eröffnung der Wiesn, müssen vorab detailliert geplant werden. Dafür ist der Festring München e.V., dessen Vereinszweck die Pflege von Münchner und Bayerischem Brauchtum ist, zuständig.

Am Eröffnungstag des Oktoberfestes findet traditionell der Einzug der Festwirte und Brauereien statt. Die Kutschen mit den Wirten der Festzelte, Wagen der Schausteller und geschmückte Gespanne der Münchner Brauereien ziehen hinter dem Münchner Kindl und dem Oberbürgermeister von der Sonnenstraße auf die Theresienwiese. Punkt 12 Uhr eröffnet der Münchner Oberbürgermeister dann mit dem traditionellen „O´zapft is“ die Wiesn.

Zusätzlich wird am ersten Wiesnsonntag der Trachten- und Schützenzug durchgeführt. Hierfür wählt der Festring München e.V. mit Hilfe seiner Beiratsmitglieder jährlich ca. 9000 Teilnehmer aus Bayern, anderen Bundesländern und dem nahen Ausland aus.  Hier sind deutsche Trachten- und Musikgruppen genauso wie Sport- und Gebirgsschützen, Spielmanns- und Fanfarenzüge und bunte Fahnenschwinger dabei.

Dieser kurze Blick hinter die Kulissen des Großprojektes Oktoberfest zeigt bereits, welch hoher Organisationsaufwand dahinter steht. Damit alles glatt geht und die Wiesn 2016, wie jedes Jahr, ein Erfolg wird spielen exzellentes Projektmanagement und Erfahrung in der Organisation von Großveranstaltung eine große Rolle. Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen dem Organisationsteam, den SWM, der Polizei, dem Bayrischen Roten Kreuz, den Wiesenwirten, den Ausstellern und vielen weiteren Beteiligten können wir uns als Beispiel für erfolgreiche Kommunikation und Team-Work in Projekten nehmen.