Planungssoftware: Speziallösung oder Altbekanntes?

Für den "Planning Survey 2015" wurden 899 Planungsexperten zu 13 Planungslösungen im deutschsprachigen Raum befragt. Die anwenderorientierte Studie soll durch unabhängige Analysen Klarheit in der Vielzahl von Planungssoftwares schaffen.

Was spricht gegen spezielle Software?

Die Befragung ergab, dass ein Drittel der Unternehmen ihre Projekte ohne den Einsatz einer speziellen Software planen. Stattdessen greifen sie auf bewährte Programme wie Microsoft Excel zurück. 40 Prozent gaben als Grund dafür ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis bei spezifischen Alternativen an. Ausschlaggebend war aber auch, dass die Unternehmen in den speziellen Werkzeugen keine Hilfe für ihre eigenen Anforderungen sahen (32 Prozent).

Vorteile spezieller Software

Die restlichen zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, Projektplanung mithilfe einer speziellen Software abzuwickeln. Rund 80 Prozent, also die überwiegende Mehrheit, war zufrieden damit. Ihre Planungsprozesse gestalteten sich durch die Software schneller aufgrund der leichteren Datensammlung und der automatischen Datenbereitstellung.

Fazit

Spezielle Softwarelösungen sind auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten und ausgerichtet, sind also für unterschiedliche Unternehmen und Projekte auch unterschiedlich gut geeignet. Wichtig ist deshalb, zunächst die eigenen Anforderungen zu klären. Aber möglicherweise liegt die negative Einschätzung spezifischer Programme im Kommunikationsprozess begründet. Denn laut Dr. Christian Fuchs (Co-Autor der Befragung) „rührt die Kosten-Nutzen-Kritik der Unternehmen auch einfach daher, dass Softwarehersteller den Mehrwert und Nutzen ihrer Lösungen nicht deutlich vermitteln können“. Softwarehersteller sollten also genauer auf die Vorzüge ihres Produkts eingehen und diese dem Kunden kommunizieren.