OKRs & KPIs (Teil 1): Was ist der Unterschied?

Kurze Definition: OKR

OKR ist die Abkürzung für „Objectives and Key Results“ (dt. Ziele und Schlüsselergebnisse). Dabei handelt es sich um eine Führungs- bzw. Management-Methode, die mit der Definition von Zielen arbeitet. Für einen bestimmten Zeitraum (z.B. ein Quartal) werden einzelne Ziele (Objectives) definiert. Diesen Objectives werden entsprechende Schlüsselergebnisse (Key Results) gegenübergestellt. OKRs können auf das ganze Unternehmen, auf Teams und Abteilungen und auf einzelne Mitarbeiter angewandt werden. Wichtig ist, dass die OKRs nicht von „von oben“ vorgegeben werden, sondern gemeinsam erarbeitet werden. Ziel ist es ein gewisses Committment und Fokussierung im Unternehmen und bei jedem einzelnen Mitarbeiter zu schaffen. Am Ende des Zeitraums erfolgt dann eine Retrospective, um die Zielerreichung zu überprüfen und neue Ziele festzulegen. >> Vor- und Nachteile von OKRs

Kurze Definition: KPI

KPI steht dahingegen für „Key Performance Indicator“ (dt. Leistungskennzahl). KPIs sind verschiedene Kennzahlen, die die Erfolgsfaktoren einer Organisation messbar machen. KPIs helfen Unternehmen und Mitarbeitern dabei zu beurteilen, ob die geleistete Arbeit im Verhältnis zu vordefinierten Zielen gut oder schlecht ist. Mit Hilfe von KPIs kann also identifiziert werden, ob ein Unternehmen, eine Abteilung oder ein Team seinen Zweck erfüllt und in welchem Umfang vorgegebene Ziele erreicht werden.

Beispiele für KPIs sind unter anderem:

  • Vertrieb: Umsatz pro Mitarbeiter
  • Pressearbeit: Anzahl der Platzierungen in den Medien
  • Marketing: Anzahl der generierten Leads
  • Personalentwicklung: Anzahl durchgeführter Fördermaßnahmen für Mitarbeiter
  • Produktion: Ausgebrachte Stückzahl pro Tag

Die Unterschiede zwischen OKRs und KPIs

Nach diesem kurzen Blick auf die Definition, fragen sich bestimmt einige, wo genau nun der Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt. So erscheinen OKRs und KPIs im Prinzip im ersten Moment sehr ähnlich: bei beiden geht es doch irgendwie um die Definition von Zielen und die Messung der Zielerreichung. Worin liegt also der Unterschied?

KPIs helfen uns ein Ziel zu quantifizieren und legen damit das angestrebte Ziel eines Prozesses fest (z.B. 20.000 Leads = Erhöhung um 10 Prozent im Vgl. zum Vorjahr) Wir können das Ziel an sich nicht aktiv beeinflussen, sondern letztendlich nur zum Zeitpunkt der Messung überprüfen.

Eine Zielvorgabe können wir letztendlich nur mit Hilfe verschiedener unterstützender Aktivitäten (z.B. Anzeigenschaltung, Presseberichte, Events) beeinflussen. Die Quantifizierung dieser Tätigkeiten ähnelt der OKR-Logik (z.B. 3 erfolgreiche Anzeigen mit insgesamt 50 Neu-Kontakten). OKRs tragen also direkt zur Erreichung von KPIs bei. Eine Erhöhung der Leads um 10 Prozent kann z.B. durch das Objective „Aufbau eines hochwertigen Markenimages“ erreicht werden. Damit korrespondierende Key Results wären z.B. Beauftragung einer PR-Agentur oder Platzierung von drei positiven Interviews in den Medien.

Die Unterschiede zwischen OKRs und KPIs

 
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Der Unterschied zwischen ORKs und KPIs liegt also darin, dass OKRs eher die Ursachen von Erfolg und Misserfolg betrachten und die KPIs einen Indikator darstellen, der die Zielerreichung messbar macht. OKRs definieren also unterstützende Ziele für die Erreichung der KPIs. Beide Modelle ergänzen sich sehr gut und können miteinander kombiniert werden.

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Wie das funktioniert, erfahren Sie im zweiten Teil dieser Reihe.

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