Zeitmanagement und die Top-Trends 2016: Zeit ist Geld

Top-Trends 2016: Das Internet der Dinge (Engl. Internet of Things oder IoT)Verteilte TeamsKunden Service und Messbare Resultate den Projektprozess beschleunigen, das Wachstumspotenzial erhöhen oder einfach beim Zeitsparen helfen.

Wenn Sie noch nie den Begriff IoT, zu Deutsch Internet der Dinge, gehört haben, dann überlegen Sie einfach mal, was Sie in Ihrem Büro, Zuhause, beim Sport oder in der Produktionsstätte alles fernsteuern können und welche Daten Ihnen diese Messgeräte liefern. Das Internet der Dinge, also vernetzte Geräte, die Daten zu Leistung, Produktion, Auslastung oder Effizienz liefern, ist mittlerweile in allen Lebensbereichen im Einsatz. Wie wird sich das auf Projektmanager auswirken? Mit einer wahren Datenflut. Big Data war das Buzzword der vergangenen Jahre – nun wird, dank IoT, die große Datenmenge zu einer immensen anwachsen. Und damit zu einer kniffligen Herausforderung für Projektmanager. Dessen Aufgabe wird sein, noch intensiver und genauer diese Daten zu analysieren, auszuwerten und, am allerwichtigsten, in die Projektmanagement-Strategie zu übersetzen. Dadurch wird es möglich sein, bessere Entscheidungen in kürzerer Zeit zu treffen, da ein Rückgriff auf zuverlässige Daten eine stabilere Faktenbasis bildet als das subjektive Bauchgefühl, oder gar das althergebrachte „das haben wir schon immer so gemacht“-Denken.

IoT hat noch einen anderen Effekt: Es verbindet uns tatsächlich mit den Geräten und die Geräte untereinander, aber es ändert auch die Art und Weise wie wir arbeiten. Wir leben in einer Verbindungsökonomie (Connection Economy, ein Begriff geprägt von Seth Godin) und für Projektmanager bedeutet das immer mehr mit Verteilten Teams oder Teammitgliedern zu arbeiten, die nur über Software oder Geräte mit dem Rest verbunden ist. Diese Mitarbeiter in den gesamten Prozess zu integrieren und aktiv teilhaben zu lassen, ist eine Herausforderung der Unternehmen durch persönliches Engagement von Mentoren oder den Einsatz von synchronisierter Software begegnen. Geographische Grenzen sind unerheblich, verschiedenen Zeitzonen kein Hindernis mehr, da projektrelevante Informationen für alle Teilhaber zugänglich sind, und zwar wo und wann sie sie benötigen. Der Austausch von Informationen, das Zusammenarbeiten über Zeitzonen hinweg und in Echtzeit erlaubt eine engere Taktung, schnellere Produktionszyklen und spart somit Kosten.

Selbstverständlich besteht die Verbindungsökonomie nicht nur zwischen Mitarbeitern, sondern schließt Kunden und Auftraggeber gleichermaßen mit ein. Wer an Kundenservice denkt, muss auch Auftraggeberservice mitdenken. Unternehmen im B2C-Bereich haben schon länger begriffen, dass ein hochwertiges Produkt alleine die Kunden weder vollkommen glücklich macht, noch die Kundenbindung stärkt. Es ist die Qualität des Kundenservice, die die sehr guten Unternehmen von den mittelmäßigen und „bösen“ Unternehmen unterscheidet – die Sozialen Medien sind voll mit Beispielen zu allen drei Kategorien. Im B2B-Bereich besteht bei einigen Unternehmen noch Nachholbedarf und Projektmanager können eine wichtige Rolle dabei spielen. Projekttransparenz während des gesamten Projektprozesses schafft die Basis für hochwertigen Kunden- und Auftraggeberservice, der wiederum essentiell ist, um eine dauerhafte Bindung herzustellen. Die Rückmeldungen von Kunden und Auftraggebern müssen ernst genommen werden und als wertvoller Input für die Verbesserung der Produkte und Dienstleistungen sowie für Innovationen gesehen werden, nicht als lästiges Zwischengeschrei von Leuten, die keine Ahnung haben. Was Sie sonst in zeit- und geldintensiven Marktanalysen und Kundenbefragungen erst viel später erkennen, erfahren Sie sofort und direkt.

Schlussendlich bleibt jedoch die Frage bestehen, was machen mit all den Daten, aufgebauten Verbindungen und intensivierter Kunden- bzw. Auftraggeberbindung? Die Antwort: sie für die bessere Messbarkeit von Resultaten nutzen. Das bedeutet, dass Projektmanager all die Informationen, die IoT, Vernetzung von Teams, Einbindung von Kunden und Auftraggebern liefern dazu nutzen, um Prozesse zu optimieren, zu vereinfachen oder zu ersetzen. Das bedeutet anfangs eine höheren Aufwand an Zeit und Geld, macht sich aber langfristig bezahlt und wird sich in einem stabilen Unternehmenswachstum widerspiegeln. Praktischer Nebeneffekt: Projektmanager haben so Zahlen und Fakten zur Hand, die auch den skeptischsten Vorgesetzten von der Notwendigkeit von Projektmanagement überzeugen wird.