Der richtige Umgang mit Stress

Ursachen von Stress am Arbeitsplatz

Stress kann durch verschiedenste Ereignisse ausgelöst werden. Insgesamt kann man Stressursachen in drei Gruppen einteilen:

Psychische Ursachen:

  • Unter- oder Überforderung
  • Dauerhafter Zeitdruck und knappe Deadlines
  • Unklare Zuständigkeiten und unübersichtliche Arbeitsanweisungen
  • Keine Möglichkeit der selbstständigen Einteilung der Arbeit
  • Fehlende Rückmeldungen zur geleisteten Arbeit
  • Ständige berufliche Erreichbarkeit

Soziale Ursachen:

  • Schlechtes Betriebsklima: Dauerhafte Konflikte im Team oder mit Vorgesetzten
  • Mobbing, Diskriminierung und Benachteiligung am Arbeitsplatz
  • Geringe berufliche Entwicklungsmöglichkeiten
  • Fehlende Anerkennung durch Mitarbeiter und Vorgesetzte

Physische Ursachen:

  • Häufige Störungen und Unterbrechungen, z. B. durch Lärm
  • Kein ansprechender Arbeitsplatz z. B. wegen Raumtemparatur, Lichtverhältnisse

Reaktionen des Körpers

Wird der menschliche Organismus Stress ausgesetzt, so reagiert er darauf, indem er seine Leistung maximiert: der Blutzuckerspiegel wird erhöht, um dem Gehirn mehr Energie zuführen zu können, Blutdruck und Herzschlag steigen und die Muskeln werden auf eventuelle Anstrengungen vorbereitet. Dieser Zustand kann folgende Symptome mit sich bringen:

  • Schlafprobleme und eine daraus resultierende Übermüdung
  • Verspannungen und Rückenschmerzen
  • Herzrasen und ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle
  • Denkblockaden und Konzentrationsstörungen
  • Gereiztheit, Unausgeglichenheit und Ungeduld
  • Abnehmende Motivation
  • Im Extremfall Depressionen oder ein Burn-Out-Syndrom

Lösungen

Die Bekämpfung von Stress ist ein Vorgehen, das nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Da Stress sowohl Körper als auch Geist betrifft, sind Umstellungen in mehreren Bereichen des Lebens nötig, die man Schritt für Schritt vornehmen kann. Um das Problem an der Wurzel zu packen, müssen zunächst die Stressoren, d.h. die Auslöser des Stresses, identifiziert werden. So erhält man gleichzeitig einen Überblick über die Situation und kann sie besser kontrollieren.

Ein gesunder Lebensstil ist das A und O für den richtigen Umgang mit Stress: ein intakter Körper trägt erheblich zum psychischen Wohlbefinden bei. Anfangen kann man dabei bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung, denn das Essen ist das „Benzin“ des Körpers. Dazu gehört auch, einen übermäßigen Kaffeekonsum zu vermeiden. Statt einer Kaffeepause, einfach mal eine Obstsnack-Pause einlegen. Auch regelmäßiger Sport, z. B. vor Arbeitsbeginn oder nach Büroschluss, ist ein zentraler Punkt; dabei wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet, das die Laune steigert. Letztlich sollte man auch auf ausreichenden Schlaf achten.

Des Weiteren ist die Pflege von sozialen Kontakten unerlässlich. Dies kann man dadurch erreichen, dass man bewusst mehrmals pro Woche Zeit für Familie, Freunde oder den Partner einplant. Dasselbe gilt auch für persönliche Hobbies, denen man sich regelmäßig widmen sollte.

Nutzen Sie Ihre Zeit effizient durch Zeitmanagement. Dazu gehört, klare Prioritäten zu setzen und auch mal nein zu sagen. Im Büro heißt das, Arbeiten gezielt zu delegieren, Multitasking zu vermeiden und Aufgaben eine nach der anderen zu erledigen. Pausen hingegen sind zur Entspannung da – verbringen Sie Ihre Mittagspause nicht vor dem PC, sondern möglichst an einem ruhigen Ort und/oder mit anderen Arbeitskollegen.

Nicht alle Situationen kann man alleine meistern: sprechen Sie mit Personen, denen Sie vertrauen, über Ihre Probleme und Sorgen. Besonders am Arbeitsplatz sollten Unstimmigkeiten so schnell als möglich aus dem Raum geschafft werden, um einen erfolgreichen Arbeitsablauf zu garantieren. Auch bei Vorgesetzen sollte rechtzeitig angebracht werden, wenn Ihre Kapazitäten ausgeschöpft sind.

Generell ist eine positive Grundeinstellung hilfreich, wenn eine Stresssituation auftritt. Denn Stress kann man nicht völlig vermeiden, aber man kann besser oder schlechter damit umgehen. Auch Ordnung am Arbeitsplatz kann sich stark darauf auswirken. Zu guter Letzt muss auch Pünktlichkeit genannt werden: Was gibt es stressigeres, als zu spät zu einem wichtigen Termin zu kommen?