Das war das #pmcamp13

Das Besondere an einem Barcamp wie dem PM Camp ist, dass man vorher nicht genau wissen kann, was einen erwartet. Außer den Impulsvorträgen, mit denen die beiden Veranstaltungstage eingeläutet werden, sind keine Themen vorab bekannt. Die Teilnehmer selbst füllen jeweils am Morgen den Stundenplan mit den Sessions, die sie anbieten möchten. So kann das PM Camp auch nicht einfach konsumiert werden, sondern steht und fällt mit der Partizipation der Teilnehmer. Sehr schön war, dass sich aus den Diskussionen innerhalb und außerhalb der Sessions von Tag 1 etliche neue Sessions für den zweiten Tag ergaben. Der menschliche Faktor spielt dabei eine wichtige Rolle: Ohne die Bereitschaft, das eigene Wissen zu teilen, Erfahrungen auszutauschen und aktiv in neue Richtungen zu diskutieren, könnte eine solche Veranstaltung nicht funktionieren.

Die inhaltliche Bandbreite war kaum zu überbieten. Beim „Delegation Poker“ spielten wir darum, wie viel Selbstbestimmung wir unseren fiktiven Mitarbeitern in fiktiven Situationen geben würden. In „Moderieren ohne Hut“ war schauspielerisches Talent gefragt, als die Teilnehmer ein kritisches Projektmeeting in Szene setzen und die Zuschauer ihre Lehren daraus ziehen sollten.  Bei „Was Sie schon immer über Critical Chain wissen wollten“ ging es ganz praktisch darum, wie man Engpässe projektübergreifend identifiziert und absichert. Weitere inhaltliche Highlights waren auch die Sessions zum PM Tool 2020 und „Wie ticken Wissensarbeiter?“.

Erfrischend an einer Unkonferenz ist der weitestgehend unkommerzielle Charakter. So schafften es auch philosophische Beiträge auf die Agenda, die es bei klassischen PM-Konferenzen schwer hätten. In diesem Jahr zogen sich die Themen Umdenken und Nachhaltigkeit wie ein roter Faden durch das PM Camp, was sicherlich auch dem Impulsvortrag des zweiten Tages „Resilienz folgt der Effizienz“ von Jörg Schindler zu verdanken war.

Je nach Auswahl der Sessions, an denen man teilnimmt oder die man anbietet, kann man das PM Camp also ganz unterschiedlich erleben. Da immer bis zu fünf Sessions parallel ablaufen, musste man manchmal auch schweren Herzens auf interessant klingende Themen verzichten. Für Alle, die in diesem Jahr nicht dabei sein konnten, wurden etliche Sessions auf openPM dokumentiert.

Die Idee des PM Camps entwickelt sich übrigens zu einer Bewegung, die auch in anderen Städten aufgegriffen wird. In diesem Jahr gab es neben dem Ur-Camp im österreichischen Dornbirn bereits Ableger in Berlin, Bad Homburg, Stuttgart und Wien. Am 25. April 2014 startet das nächste PM Camp in Zürich.

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