Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DS-GVO


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InLoox GmbH

Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DS-GVO

Stand: 24. April 2018

Vereinbarung

zwischen dem

Kunden der InLoox GmbH
- Verantwortlicher - nachstehend Auftraggeber genannt -

und der

InLoox GmbH, Kantstrasse 2, D-80807 München
- Auftragsverarbeiter - nachstehend Auftragnehmer genannt -

1. Gegenstand und Dauer des Auftrags

(1) Der Gegenstand des Auftrags ergibt sich aus der jeweiligen Bestellung des Kunden sowie die dort referenzierten allgemeinen Geschäftsbedingungen, auf die hier insgesamt verwiesen wird (nachstehend „Leistungsvereinbarung“).

(2) Die Dauer dieses Auftrags (Laufzeit) entspricht der Laufzeit der Leistungsvereinbarung.

2. Konkretisierung des Auftragsinhalts

(1) Art und Zweck der Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Auftragnehmer für den Auftraggeber sind in der Leistungsvereinbarung konkret beschrieben. Insbesondere erbringt der Auftragnehmer gegenüber dem Auftraggeber im Rahmen der Leistungsvereinbarung folgende Leistungen:

Die Erbringung der vertraglich vereinbarten Datenverarbeitung findet durch den Auftragnehmer selbst ausschließlich in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum statt. Soweit jeweils in Anlage 1 – Technisch-organisatorische Maßnahmen – ausdrücklich bezeichnet, finden einzelne Verarbeitungen außerhalb eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder in eines anderen Vertragsstaats des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum statt; in diesen Fällen ist jedoch stets das angemessene Schutzniveau im Drittstaat gewährleistet (siehe Anlage 2) und durch die in Anlage 1 genannten Maßnahmen sichergestellt. Jede sonstige Verlagerung in ein Drittland bedarf der vorherigen Zustimmung des Auftraggebers und darf nur erfolgen, wenn die besonderen Voraussetzungen der Artt. 44 ff. DS-GVO erfüllt sind. Diese Zustimmung kann für in diesem Vertrag genannte einzelne Verarbeitungen für jeweils ein spezifisches Drittland erteilt werden, auch im Hinblick auf Unterauftragsverhältnisse.

(2) Gegenstand der Verarbeitung personenbezogener Daten sind folgende Datenarten/-kategorien (Aufzählung/Beschreibung der Datenkategorien):

(3) Die Kategorien der durch die Verarbeitung betroffenen Personen umfassen:

3. Technisch-organisatorische Maßnahmen

(1) Der Auftragnehmer hat die Umsetzung der im Vorfeld der Auftragsvergabe dargelegten und erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen vor Beginn der Verarbeitung, insbesondere hinsichtlich der konkreten Auftragsdurchführung zu dokumentieren und dem Auftraggeber zur Prüfung zu übergeben. Bei Akzeptanz durch den Auftraggeber werden die dokumentierten Maßnahmen Grundlage des Auftrags. Soweit die Prüfung/ein Audit des Auftraggebers einen Anpassungsbedarf ergibt, ist dieser einvernehmlich umzusetzen.

(2) Der Auftragnehmer hat die Sicherheit gem. Artt. 28 Abs. 3 lit. c, 32 DS-GVO insbesondere in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1, Abs. 2 DS-GVO herzustellen. Insgesamt handelt es sich bei den zu treffenden Maßnahmen um Maßnahmen der Datensicherheit und zur Gewährleistung eines dem Risiko angemessenen Schutzniveaus hinsichtlich der Vertraulichkeit, der Integrität, der Verfügbarkeit sowie der Belastbarkeit der Systeme. Dabei sind der Stand der Technik, die Implementierungskosten und die Art, der Umfang und die Zwecke der Verarbeitung sowie die unterschiedliche Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen im Sinne von Art. 32 Abs. 1 DS-GVO zu berücksichtigen. Die im Einzelnen ergriffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen ergeben sich aus Anlage 1.

(3) Die technischen und organisatorischen Maßnahmen unterliegen dem technischen Fortschritt und der Weiterentwicklung. Insoweit ist es dem Auftragnehmer gestattet, alternative adäquate Maßnahmen umzusetzen. Dabei darf das Sicherheitsniveau der festgelegten Maßnahmen nicht unterschritten werden. Wesentliche Änderungen sind zu dokumentieren.

4. Berichtigung, Einschränkung und Löschung von Daten

(1) Der Auftragnehmer darf die Daten, die im Auftrag verarbeitet werden, nicht eigenmächtig, sondern nur nach dokumentierter Weisung des Auftraggebers berichtigen, löschen oder deren Verarbeitung einschränken, soweit keine gesetzlichen Anforderungen den Auftragnehmer zu selbständigem Tätigwerden verpflichten. Soweit eine betroffene Person sich diesbezüglich unmittelbar an den Auftragnehmer wendet, wird der Auftragnehmer dieses Ersuchen unverzüglich an den Auftraggeber weiterleiten.

(2) Soweit vom Leistungsumfang umfasst, sind Löschkonzept, Recht auf Vergessenwerden, Berichtigung, Datenportabilität und Auskunft nach dokumentierter Weisung des Auftraggebers unmittelbar durch den Auftragnehmer sicherzustellen.

5. Qualitätssicherung und sonstige Pflichten des Auftragnehmers

Der Auftragnehmer hat zusätzlich zu der Einhaltung der Regelungen dieses Auftrags gesetzliche Pflichten gemäß Artt. 28 bis 33 DS-GVO; insofern gewährleistet er insbesondere die Einhaltung folgender Vorgaben:

a) Schriftliche Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, der seine Tätigkeit gemäß Artt. 38 und 39 DS-GVO ausübt. Die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten sind dem Auftraggeber bei Vertragsschluss bekanntzugeben. Ein Wechsel des Datenschutzbeauftragten ist dem Auftraggeber unverzüglich mitzuteilen.

b) Die Wahrung der Vertraulichkeit gemäß Artt. 28 Abs. 3 S. 2 lit. b, 29, 32 Abs. 4 DS-GVO. Der Auftragnehmer setzt bei der Durchführung der Arbeiten nur Beschäftigte ein, die auf die Vertraulichkeit verpflichtet und zuvor mit den für sie relevanten Bestimmungen zum Datenschutz vertraut gemacht wurden. Der Auftragnehmer und jede dem Auftragnehmer unterstellte Person, die Zugang zu personenbezogenen Daten hat, dürfen diese Daten ausschließlich entsprechend der Weisung des Auftraggebers verarbeiten einschließlich der in diesem Vertrag eingeräumten Befugnisse, es sei denn, dass sie gesetzlich zur Verarbeitung verpflichtet sind.

c) Die Umsetzung und Einhaltung aller für diesen Auftrag erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen gemäß Artt. 28 Abs. 3 S. 2 lit. c, 32 DS-GVO Die Einzelheiten sind in Anlage 1 aufgeführt.

d) Der Auftraggeber und der Auftragnehmer arbeiten auf Anfrage mit der Aufsichtsbehörde bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zusammen.

e) Die unverzügliche Information des Auftraggebers über Kontrollhandlungen und Maßnahmen der Aufsichtsbehörde, soweit sie sich auf diese konkrete und grundsätzliche Beauftragung beziehen und eine solche Information gesetzlich nicht verboten ist. Dies gilt auch, soweit eine zuständige Behörde im Rahmen eines Ordnungswidrigkeits- oder Strafverfahrens in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten bei der Auftragsverarbeitung beim Auftragnehmer ermittelt.

f) Soweit der Auftraggeber seinerseits einer Kontrolle der Aufsichtsbehörde, einem Ordnungswidrigkeits- oder Strafverfahren, dem Haftungsanspruch einer betroffenen Person oder eines Dritten oder einem anderen Anspruch im Zusammenhang mit der Auftragsverarbeitung beim Auftragnehmer ausgesetzt ist, hat ihn der Auftragnehmer nach besten Kräften zu unterstützen, soweit dies gesetzlich erlaubt ist.

g) Der Auftragnehmer kontrolliert regelmäßig die internen Prozesse sowie die technischen und organisatorischen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass die Verarbeitung in seinem Verantwortungsbereich im Einklang mit den Anforderungen des geltenden Datenschutzrechts erfolgt und der Schutz der Rechte der betroffenen Person gewährleistet wird.

h) Nachweisbarkeit der getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen gegenüber dem Auftraggeber im Rahmen seiner Kontrollbefugnisse nach Ziffer 7 dieses Vertrages.

6. Unterauftragsverhältnisse

(1) Als Unterauftragsverhältnisse im Sinne dieser Regelung sind solche Dienstleistungen zu verstehen, die sich unmittelbar auf die Erbringung der Hauptleistung beziehen. Nicht hierzu gehören Nebenleistungen, die der Auftragnehmer z.B. als Telekommunikationsleistungen, Post-/Transportdienstleistungen, Wartung und Benutzerservice oder die Entsorgung von Datenträgern sowie sonstige Maßnahmen zur Sicherstellung der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität und Belastbarkeit der Hard- und Software von Datenverarbeitungsanlagen in Anspruch nimmt. Der Auftragnehmer ist jedoch verpflichtet, zur Gewährleistung des Datenschutzes und der Datensicherheit der Daten des Auftraggebers auch bei ausgelagerten Nebenleistungen angemessene und gesetzeskonforme vertragliche Vereinbarungen sowie Kontrollmaßnahmen zu ergreifen.

(2) Der Auftragnehmer darf Unterauftragnehmer (weitere Auftragsverarbeiter) nur nach vorheriger ausdrücklicher schriftlicher bzw. dokumentierter Zustimmung des Auftraggebers beauftragen.

a) Der Auftraggeber stimmt der Beauftragung der in Anlage 2 benannten Unterauftragnehmer unter der Bedingung einer vertraglichen Vereinbarung nach Maßgabe des Art. 28 Abs. 2-4 DS-GVO zu.

b) Der Wechsel des bestehenden Unterauftragnehmers ist zulässig, soweit:

(3) Erbringt der Unterauftragnehmer die vereinbarte Leistung außerhalb der EU/des EWR stellt der Auftragnehmer die datenschutzrechtliche Zulässigkeit durch entsprechende Maßnahmen sicher. Gleiches gilt, wenn Dienstleister im Sinne von Abs. 1 Satz 2 eingesetzt werden sollen.

(4) Eine weitere Auslagerung durch den Unterauftragnehmer bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Hauptauftraggebers (mind. Textform). Sämtliche vertraglichen Regelungen in der Vertragskette sind auch dem weiteren Unterauftragnehmer aufzuerlegen. Die technischen und organisatorischen Maßnahmen von Unterauftragnehmern sind an die hier definierten technischen und organisatorischen Maßnahmen anzulehnen und dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen das hier vereinbarte Niveau unterschreiten.

7. Kontrollrechte des Auftraggebers

(1) Der Auftraggeber hat das Recht, im Benehmen mit dem Auftragnehmer Überprüfungen durchzuführen oder durch im Einzelfall zu benennende Prüfer durchführen zu lassen. Er hat das Recht, sich durch Stichprobenkontrollen, die in der Regel rechtzeitig und spätestens 14 Tage vorab anzumelden sind, von der Einhaltung dieser Vereinbarung durch den Auftragnehmer in dessen Geschäftsbetrieb zu überzeugen.

(2) Der Auftragnehmer stellt sicher, dass sich der Auftraggeber von der Einhaltung der Pflichten des Auftragnehmers nach Art. 28 DS-GVO überzeugen kann. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, dem Auftraggeber auf Anforderung die erforderlichen Auskünfte zu erteilen und insbesondere die Umsetzung der technischen und organisatorischen Maßnahmen nachzuweisen.

(3) Der Nachweis solcher Maßnahmen, die nicht nur den konkreten Auftrag betreffen, kann erfolgen durch

8. Mitteilung bei Verstößen des Auftragnehmers

(1) Der Auftragnehmer unterstützt den Auftraggeber bei der Einhaltung der in den Artikeln 32 bis 36 der DS-GVO genannten Pflichten zur Sicherheit personenbezogener Daten, Meldepflichten bei Datenpannen, Datenschutz-Folgeabschätzungen und vorherige Konsultationen. Hierzu gehören u.a.

a) die Sicherstellung eines angemessenen Schutzniveaus durch technische und organisatorische Maßnahmen, die die Umstände und Zwecke der Verarbeitung sowie die prognostizierte Wahrscheinlichkeit und Schwere einer möglichen Rechtsverletzung durch Sicherheitslücken berücksichtigen und eine sofortige Feststellung von relevanten Verletzungsereignissen ermöglichen;

b) die Verpflichtung, Verletzungen personenbezogener Daten unverzüglich an den Auftraggeber zu melden;

c) die Verpflichtung, dem Auftraggeber im Rahmen seiner Informationspflicht gegenüber dem Betroffenen zu unterstützen und ihm in diesem Zusammenhang sämtliche relevante Informationen unverzüglich zur Verfügung zu stellen:

d) unverzügliche Weiterleitung von Ersuchen betroffener Personen, z. B. Recht auf Auskunft, an den Auftraggeber;

e) die Unterstützung des Auftraggebers für dessen Datenschutz-Folgenabschätzung;

f) die Unterstützung des Auftraggebers im Rahmen vorheriger Konsultationen mit der Aufsichtsbehörde.

(2) Für Unterstützungsleistungen, die nicht in der Leistungsbeschreibung enthalten oder nicht auf ein Fehlverhalten des Auftragnehmers zurückzuführen sind, kann der Auftragnehmer eine Vergütung beanspruchen. Grundlage für die Berechnung der Vergütung ist die Leistungsvereinbarung oder die allgemeinen Vergütungssätze des Auftragnehmers für vergleichbare Tätigkeiten.

9. Weisungsbefugnis des Auftraggebers

(1) Mündliche Weisungen bestätigt der Auftraggeber unverzüglich (mind. Textform).

(2) Der Auftragnehmer hat den Auftraggeber unverzüglich zu informieren, wenn er der Meinung ist, eine Weisung verstoße gegen Datenschutzvorschriften. Der Auftragnehmer ist berechtigt, die Durchführung der entsprechenden Weisung solange auszusetzen, bis sie durch den Auftraggeber bestätigt oder geändert wird.

10. Löschung und Rückgabe von personenbezogenen Daten

(1) Kopien oder Duplikate der Daten werden ohne Wissen des Auftraggebers nicht erstellt. Hiervon ausgenommen sind Sicherheitskopien, soweit sie zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Datenverarbeitung erforderlich sind, sowie Daten, die im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten erforderlich sind.

(2) Nach Abschluss der vertraglich vereinbarten Arbeiten oder früher nach Aufforderung durch den Auftraggeber – spätestens mit Beendigung der Leistungsvereinbarung – hat der Auftragnehmer sämtliche in seinen Besitz gelangten Unterlagen, erstellte Verarbeitungs- und Nutzungsergebnisse sowie Datenbestände, die im Zusammenhang mit dem Auftragsverhältnis stehen, dem Auftraggeber auszuhändigen oder nach vorheriger Zustimmung datenschutzgerecht zu vernichten. Gleiches gilt für Test- und Ausschussmaterial.

(3) Dokumentationen, die dem Nachweis der auftrags- und ordnungsgemäßen Datenverarbeitung dienen, sind durch den Auftragnehmer entsprechend der jeweiligen Aufbewahrungsfristen über das Vertragsende hinaus aufzubewahren. Er kann sie zu seiner Entlastung bei Vertragsende dem Auftraggeber übergeben.

11. Sonstiges

Der Ansprechpartner beim Auftraggeber auch für den Datenschutz ist standardmäßig der als Rechnungskontakt benannte Ansprechpartner; dieser kann jederzeit vom Auftraggeber geändert oder ergänzt werden. Ansprechpartner beim Auftragnehmer ist dessen jeweiliger Datenschutzbeauftragter, erreichbar unter datenschutz@inloox.com.

Anlage 1 – Technisch-organisatorische Maßnahmen

A. Auftragnehmer:

1. Vertraulichkeit (Art. 32 Abs. 1 lit. b DS-GVO)

2. Integrität (Art. 32 Abs. 1 lit. b DS-GVO)

3. Verfügbarkeit und Belastbarkeit (Art. 32 Abs. 1 lit. b DS-GVO)

4. Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung, Bewertung und Evaluierung (Art. 32 Abs. 1 lit. d DS-GVO; Art. 25 Abs. 1 DS-GVO)

B. Unterauftragnehmer:

Siehe ergänzend jeweils die Verweise zum aktuellen Stand der Maßnahmen zum jeweiligen Unterauftragnehmer in Anlage 2.

1. Microsoft Corporation, Stand April 2018

Allgemeine Praxis. Microsoft hat für die Onlinedienste die folgenden Sicherheitsmaßnahmen ergriffen und wird diese auch beibehalten und ihnen folgen. Diese Sicherheitsmaßnahmen stellen in Verbindung mit den Sicherheitsverpflichtungen in den OST die einzige Verantwortlichkeit von Microsoft im Hinblick auf die Sicherheit von Kundendaten dar:

Informationssicherheitsrichtlinie für Onlinedienste
Für Microsoft Azure-Core-Dienste und Microsoft Cloud App Security gilt eine schriftliche Datensicherheitsrichtlinie („Informationssicherheitsrichtlinie“), u. a. die die Kontrollstandards und Rahmenbestimmungen der ISO 27007 einhält. Informationen zu weiteren Zertifizierungen erhalten Sie unter: https://www.microsoft.com/de-de/TrustCenter/Compliance/ISO-IEC-27001

Prüfung von Onlinediensten durch Microsoft
Für jeden Onlinedienst führt Microsoft folgende Prüfungen bezüglich der Sicherheit der Computer, Datenverarbeitungsumgebungen und physischen Rechenzentren durch, die sie zur Verarbeitung von Kundendaten (einschließlich personenbezogener Daten) verwendet:

Für jede Prüfung wird ein Prüfbericht erstellt („Microsoft-Prüfbericht“), der zu den Vertraulichen Informationen von Microsoft zählt. Der Microsoft-Prüfbericht legt wesentliche Ergebnisse des Prüfers eindeutig offen. Microsoft behebt alle in einem Microsoft-Prüfbericht festgestellten Probleme umgehend zur Zufriedenheit des Prüfers.

Auf Anforderung des Kunden stellt Microsoft dem Kunden die einzelnen Microsoft-Prüfberichte bereit, damit der Kunde sich von der Einhaltung der Sicherheitspflichten durch Microsoft unter den DPT überzeugen kann. Der Microsoft-Prüfbericht unterliegt den Vertraulichkeits- und Verteilungsbeschränkungen von Microsoft und dem Prüfer.

2. SendGrid Inc., Stand April 2018

Die deutsche Fassung der Maßnahmen dieses Unterauftragnehmers dient nur zur Informations- und Übersetzungszwecken. Für die Auslegung einzelner Regelungen und/oder bei Widersprüchlichkeiten zwischen den Sprachversionen bleibt stets die englische Sprachversion maßgeblich und verbindlich. Diese kann abgerufen werden unter: https://www.inloox.com/order-processing-contract-in-accordance-with-art--28-gdpr/#sendgrid 

1. Kontrollen auf Netzwerkebene

a) SendGrid verwendet Host-basierte Firewall(s) zum Schutz von Hosts/Infrastrukturen, mit oder auf denen personenbezogene Daten verarbeitet werden. Die Firewall(s) muss/müssen in der Lage sein, die folgenden Funktionen effektiv auszuführen: Stateful Inspection, Logging, Unterstützung für starke Verschlüsselung und Hashing, ICMP- und SNMP-basierte Überwachung und Antispoofing.

b) SendGrid verfügt über eine netzwerkbasierte Sicherheitsüberwachung für das/die Segment(e), auf dem/denen sich die Hosts, die mit personenbezogenen Daten umgehen, logisch befinden.

c) SendGrid bewertet Schwachstellen auf Netzwerkebene und behebt kritische Schwachstellen innerhalb von 30 Tagen.

d) SendGrid wendet Change-Management-Standards für Netzwerk-/Infrastrukturkomponenten an, die mit personenbezogenen Daten umgehen.

2. Kontrollen auf Hosting-Ebene

a) SendGrid implementiert eine Betriebssystem-Härtung für Hosts/Infrastrukturen, die mit personenbezogenen Daten umgehen. Die Betriebssystemhärtung umfasst unter anderem die folgenden Konfigurationen: starke Passwortauthentifizierung/Verwendung von Schlüsseln, Inaktivitäts-Timeout, Deaktivieren oder Entfernen von unbenutzten oder abgelaufenen Konten und Diensten, Deaktivieren unbenutzter Ports und Protokollverwaltung. Darüber hinaus implementiert SendGrid Zugriffskontrollprozesse und schränkt den Zugriff auf Betriebssystemkonfigurationen nach dem Least Privileg-Prinzip ein.

b) SendGrid führt das Patch-Management auf Systemen durch, die personenbezogene Daten hosten oder mit ihnen umgehen. SendGrid implementiert kritische Patches innerhalb der vom Hersteller empfohlenen Zeitfenster auf Systemen, die personenbezogene Daten hosten oder mit ihnen umgehen, mit einer Frist von nicht mehr als 30 Tagen, nachdem der Patch identifiziert wurde.

c) SendGrid implementiert spezifische Kontrollen, um Aktivitäten von Benutzern mit erhöhtem Zugriff auf Systeme, die personenbezogene Daten hosten oder mit ihnen umgehen, zu protokollieren.

d) SendGrid bewertet mindestens monatlich Schwachstellen auf Systemebene und behebt kritische Schwachstellen innerhalb von 30 Tagen.

e) SendGrid setzt eine umfassende Antiviren- oder Endgerätesicherheitslösung für Endgeräte ein, auf welchen personenbezogene Daten verarbeitet werden.

f) Physische Server werden mit geeigneten physischen Sicherheitsmechanismen geschützt, einschließlich – aber nicht beschränkt auf – Zugang mit Ausweis, verschlossene Käfige, sichere Perimeter, Kameras, Alarme und erzwungene Benutzerbereitstellungskontrollen.

3. Kontrollen auf Anwendungsebene

a) SendGrid pflegt die Dokumentation der gesamten Anwendungsarchitektur, der Prozessabläufe und der Sicherheitsfunktionen für Anwendungen, die personenbezogene Daten verarbeiten.

b) SendGrid verwendet sichere Programmierrichtlinien und Protokolle bei der Entwicklung von Anwendungen, die personenbezogene Daten verarbeiten oder mit ihnen umgehen.

c) SendGrid führt regelmäßig ein Patch-Management an Anwendungen durch, die personenbezogene Daten hosten oder mit ihnen umgehen. SendGrid implementiert kritische Patches innerhalb der vom Hersteller empfohlenen Zeitfenster an allen Anwendungen, die personenbezogene Daten hosten oder mit ihnen umgehen, mit einer Frist von nicht mehr als 30 Tagen.

d) SendGrid bewertet mindestens monatlich Schwachstellen auf Anwendungsebene und behebt kritische Schwachstellen innerhalb von 30 Tagen.

e) SendGrid führt Code-Reviews durch und verwaltet die Dokumentation der Code-Reviews für Anwendungen, die personenbezogene Daten hosten oder mit ihnen umgehen.

f) SendGrid wendet Change-Management-Standards für Anwendungen an, die personenbezogene Daten hosten oder mit ihnen umgehen.

4. Kontrollen auf Datenebene

SendGrid verwendet eine starke Verschlüsselung (TLS) für die Übertragung von personenbezogenen Daten, die als vertrauliche Informationen gelten. Datensicherungen personenbezogener Daten werden im Ruhezustand und während der Übertragung verschlüsselt; aufgrund der Dynamik der Daten in der SendGrid-Produktionsumgebung werden personenbezogene Daten in den SendGrid-Produktionsdatenbanken jedoch nicht im Ruhezustand verschlüsselt.

5. Kontrollen auf Endbenutzer-Computing-Ebene

a) SendGrid verwendet eine Endpunkt-Sicherheits- oder Antivirenlösung für Endbenutzer-Computer, die mit personenbezogenen Daten umgehen.

b) SendGrid stellt sicher, dass Endbenutzer-Computer, die mit personenbezogenen Daten umgehen, verschlüsselt werden.

6. Compliance-Kontrollen

a) SendGrid bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen im Rahmen der aktuell gültigen Informationssicherheitspolitik von SendGrid zu arbeiten. Diese Politik wird dem Kunden auf Anfrage in gedruckter Form zur Verfügung gestellt.

b) Ungeachtet dessen ergreift SendGrid geeignete physische, technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen in Übereinstimmung mit Industriestandards, einschließlich – aber nicht beschränkt auf – Gebäudezutrittskontrolle, Mitarbeiterausbildung und Personalsicherheitsmaßnahmen.

Anlage 2 – Genehmigte Unterauftragsverhältnisse

Nachstehende Auftragsverarbeiter gelten mit Unterschrift der Vereinbarung als genehmigt:

Name des Auftragsverarbeiters:

Microsoft Corporation

Leistungsgegenstand:

Microsoft Azure Rechenzentren, welche InLoox für die interne Verwendung anmietet, z. B. zur Verwaltung, Entwicklung, Support und Marketing.

Firmensitz/Land:

One Microsoft Way, Redmond, Washington 98052, USA

Angemessenes Schutzniveau (Artt. 44 ff. DS-GVO):

Standarddatenschutzklauseln (Art. 46 Abs. 2 litt. C und d DS-GVO)

Technische und organisatorische Maßnahmen:

siehe Anlage 1, Abschnitt „B. Unterauftragnehmer“, „1. Microsoft Corporation“

Name des Auftragsverarbeiters:

Microsoft Ireland Operations Limited

Leistungsgegenstand:

Microsoft Cloud Deutschland Rechenzentren, die InLoox im Rahmen von InLoox now! anmietet.

Firmensitz/Land:

One Microsoft Place, South County Business Park, Leopardstown, Dublin, D18 P521, Irland

Datenverarbeitungsort:

Ausschließlich EU

Technische und organisatorische Maßnahmen:

siehe Anlage 1, Abschnitt „B. Unterauftragnehmer“, „1. Microsoft Corporation“

Name des Auftragsverarbeiters:

SendGrid Inc.

Leistungsgegenstand:

E-Mail-Benachrichtigungen von InLoox now! an im Projektraum hinterlegte Benutzer über Aktionen anderer Benutzer, sowie E-Mail-Benachrichtigungen des InLoox-Supports und anderer administrativer Systeme, wie z. B. des InLoox Online-Stores.

Firmensitz/Land:

1801 California St., Suite 500, Denver, Colorado 80202, USA

Angemessenes Schutzniveau (Artt. 44 ff. DS-GVO):

Angemessenheitsbeschluss der Kommission (Art. 45 Abs. 3 DS-GVO) über EU-US Privacy Shield

Technische und organisatorische Maßnahmen:

siehe Anlage 1, Abschnitt „B. Unterauftragnehmer“, „2. SendGrid Inc.“

Stand: 24.04.2018